Der Wechsel von der ISDN / Modem - Einwahl ins Internet zu einem DSL-Zugang zum Internet macht etwas Umgewöhnung erforderlich: Man "wählt" sich nicht mehr ein, wie wenn man eine Telefonnummer anwählt (was das Modem ja tut), sondern man ist über WAN = Wide Area Network mit dem Internet verbunden in dem Augenblick, wo der Router ON = unter Strom ist; man ist also in der Regel dauernd online - bei einer zeitunabhängigen Flat-Rate ja kein Problem. Die zweite Umgewöhnung betrifft den Router selber: Er ist die Türschleuse zwischen PC und Internet; er fungiert praktisch wie ein eigener Mini-PC.
Der Internet-Zugang über DSL funktioniert so, dass der heimische PC eine eigene IP-Adresse (in der Form 84.125.93.212 = Beispiel!) vom Internet-Provider zugewiesen bekommt; das geschieht automatisch in dem Moment, wo der Router eingeschaltet wird und sich von sich aus beim Internet-Provider anmeldet; dafür sind die Zugangsdaten, die der Internet-Provider zusendet, erforderlich. Diese IP-Adresse, die eine klar und eindeutig definierte Adresse im Internet bedeutet, wird dynamisch zugewiesen, d.h. jedes Mal, wenn man sich beim Provider anmeldet, kann man eine andere Adresse zugewiesen bekommen aus dem Pool, den der Internet-Provider verwaltet. Selbst wenn man den Router immer eingeschaltet lässt, was zu empfehlen ist [mein Router läuft ununterbrochen seit 4 Jahren!], trennt der Internet-Provider um Mitternacht die Verbindung von sich aus, um gleich danach eine neue Verbindung mit derselben oder einer anderen IP-Adresse aufzubauen. [Das ist eigentlich unnötig und nur aus Gründen des Marktes so: eine feste IP-Adresse, unter der man dann immer bekannt und erreichbar sein kann, lassen sich die Internet-Provider nämlich extra bezahlen!] Wohl gemerkt: Dieses Anmeldeverfahren bewerkstelligt der Router als Türschleuse; er erhält die IP-Adresse des Providers zugewiesen, unter der nun alle Sende- und Empfangsdaten im Internetverkehr abgewickelt werden. Noch sind wir aber nicht im eigenen Arbeits-PC!
Hier tritt nun der Router, seinem Namen gemäß, als Vermittler in Erscheinung: er übersetzt die extern zugewiesene IP-Adresse auf eine andere IP-Adresse, die nur intern, innerhalb des eigenen Netzwerkes (LAN = Local Area Network) benutzt wird. Dafür gibt es eigens reservierte Adressräume, z.B. 192.168.xxx.xxx; unter einer solchen internen Adresse ist auch der Router vom PC aus ansprechbar; meist ist das die Adresse 192.168.0.1. oder 192.168.1.1 : Wenn die FritzBox sagt, man solle im Browser "Fritz!Box" eingeben, dann wird dies automatisch übersetzt in die richtige interne IP-Adresse. Der Router macht nun, wenn die Verbindung zum Internet von Seiten des PC aufgebaut werden soll, genau dasselbe wie der Internet-Provider: er vergibt an den PC eine interne IP-Adresse, z.B. 192.168.0.10. Das tut der Router automatisch dann, wenn man ihn mit DHCP (Dynamic Host Configuration Protocol) arbeiten lässt; das ist normalerweise die Voreinstellung. Diese Schleusenfunktion hat den entscheidenden Sicherheits-Vorteil, dass gegenüber dem Internet nur der Router bekannt ist, der PC aber verborgen bleibt.
Noch ein Wort zum WLAN = Wireless LAN. Wenn man keinen WLAN-tauglichen PC benutzt (wie zum Beispiel Notebooks), sollte man diese Funktion bei der Router-Einrichtung deaktivieren. Ein schlecht oder falsch konfiguriertes WLAN kann ein Einfallstor für Bösewichter sein! Beachte: Wer den Router beherrscht, kann auch den Internetverkehr vom und zum PC kontrollieren. Also sollte man bei der Einrichtung des Routers auch ein geeignetes Admin - Passwort für den Router festlegen, dort NICHT die Voreinstellung übernehmen; auch Namen und Geburtstage eignen sich NICHT als Passwort. [Gut ist der willkürliche Wechsel von Gross- und Kleinbuchstaben sowie Ziffern, z.B. DgHla34T98wE - wie man sich so etwas merken kann? Ganz einfach: es sind die Anfangsbuchstaben der Worte aus dem Satz: "Das gelbe Huhn legt an 34 Tagen 98 weisse Eier." DEN Satz kann man sich merken...] Sollte man WLAN benutzen wollen, muss dafür unbedingt ein eigenes längeres und sicheres Passwort für die sichere Verschlüsselung des drahtlosen Internetverkehrs zwischen Router und PC = Notebook wählen. Als Verschlüsselungsverfahren sollte unbedingt WPA gewählt werden; das sollte inzwischen aber auch voreingestellt sein. Das veraltete Verfahren WEP ist unsicher.
Schließlich gilt es noch einzustellen, dass auf den Router NICHT von aussen = aus dem Internet zugegriffen werden kann; das ist die sicherste Einstellung, die auch voreingestellt ist. In der Regel wird man seinen Router ja nur vom eigenen PC aus einrichten und nicht fernsteuern wollen.
Ein Wort zur in den Router eingebauten Firewall: Die ist für den normalen Gebrauch vorkonfiguriert und braucht normalerweise nicht verändert zu werden. Es gibt Programme (Skype, MMOG's), die einen eigenen freien Port brauchen, der dann gegebenenfalls im Router als žoffen eingetragen werden muss. Das steht aber stets in der Anleitung der entsprechenden Software.
Heute kann man sagen, dass dank der guten und kundenfreundlichen Vorarbeit von AVM die Einrichtung eines Routers auch anderer Hersteller ein Kinderspiel geworden ist; man kann in der Regel die Voreinstellungen übernehmen.
Zusammengefasst die einzelnen Schritte der Einrichtung des Routers:
1. Internet-Zugangsdaten eintragen;
2. Admin - Passwort für den Router wählen bzw. ändern;
3. WLAN deaktivieren, wenn man es nicht benutzt;
4. "immer online" aktivieren - wenn es nicht schon aktiviert ist;
5. DHCP ist normalerweise voreingestellt - darum ist das auch schon alles!
Unter Windows XP muss man nun noch im IExplorer unter Extras - Internetoptionen- Verbindungen "Keine Verbindung wählen" aktivieren; unter LAN braucht man dort nichts weiter einzutragen. "Verbindung" meint bei Windows immer Einwahl-Verbindung - und die hat man ja nicht mehr. Der PC ist im Netzwerk mit dem Router verbunden und darüber Teil des großen weltweiten Internet.
Ärger macht dann manchmal noch Outlook Expess, das partout eine Wählverbindung aufbauen will. Dazu muss man nicht nur unter Extras -Optionen - Verbindungen kontrollieren, ob dort steht: "OE verwendet die gleichen Verbindungseinstellungen wie der Internet Explorer", sondern man muss auch unter Extras - Konten das eigene Email-Konto aktivieren und dort unter Eigenschaften - Verbindung kontrollieren, ob dort KEIN Häkchen vor "Verbindung zu diesem Konto immer herstellen mit" steht; diese Funktion muss also deaktiviert sein! Dies habe ich einst erst nach langer Suche als Fehler (das Häkchen nämlich) herausgefunden...
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